Wegkreuze in Pölert


Sandsteinkreuz am Ortseingang – Dankeskreuz –

Am südlichen Ausgang des Dorfes Pölert steht an einer Wegegabelung ein Sandsteinkreuz. Es wurde im Jahre 1869 errichtet von der Gemeinde Pölert, als Dank für 3 Kriegsteilnehmer, die an den Kriegen 1864 und 1866 teilgenommen hatten und alle wieder glücklich heimkehrten.

Die Ausführung des Kreuzes gleicht er üblichen Grabmalform dieser Zeit. Auf dem Kreuz befindet sich die Inschrift:

            „Fremdling setz dich her zu mir,

            und der süßen Ruhe pflege,

            weile doch so mancher hier,

            bei dem alten Kreuz am Wege.“

Auf dem Buntsandsteinquader stand bis 1942 ein Steinkreuz von 80 cm Höhe. In den Augusttagen des Jahres 1942 wurde es von SS-Männern des nahen Konzentrationslagers Hinzert umgeworfen. Dabei ging das obere Kreuz in Trümmer. Am anderen Tag wurde das Kreuz (Unterteil) wieder von den Ortseinwohnern aufgerichtet und der obere Kreuzteil einige Zeit später erneuert.

 

Hemmes-Kreuz – am Weg zur Mühle

Bevor die heutige Weinstraße, die oberhalb von Hinzert (L 148) vorbeiführt, aufgebaut wurde, führte der Hauptverkehrsweg von Prosterath nach Beuren und weiter über die Pölerter Mühle (Thielen-Mühle) nach Hermeskeil. Einst befand sich der Müller spät in der Nacht auf dem Heimweg zur Pölerter Mühle. Unterwegs wurde er von Zigeunern überfallen. Er konnte ihnen aber entkommen. Als Dank für die Rettung ließ er an dieser Stelle ein Kreuz errichten, das sogenannte „Hemmes-Kreuz“.

 

 

 

 

 

 

 

 

    Kreuz auf dem Kesselberg – Russlandheimkehrer-Kreuz

Dieses Kreuz ist aus Holz und wurde im Jahre 1947 von 2 Russlandheimkehrern errichtet, die es auch selbst anfertigten. Das jetzige Kreuz wurde 1990 neu aufgestellt und das Umfeld des Kreuzes neu gestaltet.

 

 

 

 

 

 

 

 

    Kreuz am Friedhof – Dankeskreuz

Unmittelbar am nördlichen Ortsausgang stand immer ein Holzkreuz, das die Jahreszahl 1869 trug. Es wurde von einem jungen Mann aus Beuren errichtet als Dank für wunderbare Rettung. Einst war dieser junge Mann mit einem Pferd bei seiner Braut in Pölert zu Besuch. Zu später Stunde auf dem Heimweg überraschte ihn ein Gewitter und ein Blitz schlug in unmittelbarer Nähe bei ihm ein. Reiter und Pferd wurden zu Boden geworfen, aber beide blieben unverletzt. Als Dank für diese sichtbare Hilfe Gottes ließ der Gerettete an der Stelle ein Kreuz errichten. Das Kreuz wurde 1965 durch ein Steinkreuz erneuert.

 

 

 

 

 

 

 

 

    Kreuz Gemarkung „Ölberg“ – Auswandererkreuz

In der Gemarkung „Ölberg“, oberhalb der Pölerter Mühle (Thielen-Mühle) steht dieses Holzkreuz. Es trägt die Jahreszahl 1877. Ein Mann mit Namen Josef Lorscheider, damals Besitzer der späteren Hemmes-Mühle (Bruderbach-Mühle) wanderte 1877 mit seiner Familie nach Amerika aus, Springfield/USA.

Als er im Jahre 1905 zum ersten Mal wieder in seine Heimat zurückkam, ließ er aus Dank für die gute Überfahrt nach Springfield/Amerika das Kreuz errichten. Das Kreuz wurde seit dieser Zeit durch die Familie Thielen, Pölerter Mühle, gepflegt und instand gehalten und 1970 erneuert.

 

 

 

 

 

 

 

    Kreuz am Kesselberg – Gedenkkreuz

Am Fuße des Kesselberges an der Straße nach Hinzert (K 96) steht ein Holzkreuz mit einer Gedenktafel aus dem Jahre 1981. An dieser Stelle verunglückte Ludwin Edinger aus Rascheid tödlich. Er befand sich als Beifahrer in einem Pkw. Zum Gedenken errichtete die Familie des Verunglückten dieses Kreuz.

 

 

 

 

 

 

 

 

    Knops-Kreuz – Hermesberg

Auf dem Hermesberg in der Nähe der Marienkapelle steht das „Knops-Kreuz“. An dieser Stelle nahmen die Eltern eines Soldaten zum letzten Mal Abschied von ihrem Sohn, als dieser 1914 in den 1. Weltkrieg zog und nicht wieder zurückkehrte. Als Erinnerung ließen sie das Kreuz errichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

        Quelle: Aus dem Hochwald - Wegkreuze und Gedenksteine; Herausgeber: Arbeitskreis Heimatkunde im Bildungswerk Johanneshaus Hermeskeil