Wegkreuze in Hinzert


Gelöbniskreuz

Gemarkungsgrenze Hinzert – Beuren

Nördlich des Ortes Hinzert, an der Straße nach Beuren (L 148), etwa 300 m vor der Abzweigung nach Bescheid, steht an der rechten Seite ein Holzkreuz. Es wurde 1934 von einer Familie aus Hinzert errichtet. Der Großvater der Familie war hoffnungslos krank. Er hatte große Schmerzen zu erdulden. So machten die Angehörigen in gläubiger Hoffnung auf die Hilfe Gottes ein Gelübde. Sie wollten ein Kreuz errichten, wenn der Herrgott bald die Qual ihres Großvaters beenden würde. Nach dem Tod des Mannes stellten die Angehörigen das Kreuz auf.

 

 

 

 

 

 

 

    Gedenkkreuz am Wasserwerk Hinzert

Am Wasserwerk Hinzert (L 148) befindet sich ein Sandsteinkreuz. Das Kreuz wurde Anfang 1930 aufgestellt von der Familie Treitz aus Hinzert. Offensichtlich hatte sich in der Familie eine besondere Begebenheit ereignet. Auf Grund dieses Ereignisses wurde dann das Sandsteinkreuz errichtet. Bis vor einigen Jahren hatte es eine Tafel mit Inschrift, die nicht mehr vorhanden ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

    Gedenkkreuz

Südlich von Hinzert, an der Straße nach Pölert (K 96), steht rechts in einer Wiese ein einfaches Holzkreuz. Es wurde nach dem 2.Weltkrieg 1946/47 von einer Hinzerter Familie für ihren gefallenen Sohn errichtet. Als der Sohn in den Krieg musste, begleitete seine Mutter ihn und verabschiedete sich von ihm an dieser Stelle, an der das Kreuz jetzt steht. Zum Gedenken an ihren gefallenen Sohn ließ sie dann das Kreuz aufstellen.    

 

Heimatverein Hinzert erneuert Wegekreuz
 

An der Straße nach Pölert, steht rechts in einer Wiese ein Gedenkkreuz, welches vom Heimatverein in 2011 erneuert wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Gedenkkreuz Wald bei Hinzert, Nähe „Graue Eltz“

In der Nähe „Graue Eltz“, etwa 100 m oberhalb des quer verlaufenden Waldweges, befindet sich im Wald ein Holzkreuz. Am 17. Juli 1927 begaben sich 4 Kinder aus Hinzert in den Wald und wollten dort Heidelbeeren (Wehlen) pflücken. Dabei wurden sie von einem Gewitter überrascht. Sie stellten sich unter eine dicke Buche, in die dann der Blitz einschlug. Dabei wurden ein 15jähriger Junge und ein 17jähriges Mädchen tödlich vom Blitz getroffen. Ein Mädchen wurde verletzt, ist aber ein Jahre später gestorben. Ein Kind blieb unverletzt.

Zum Gedenken an dieses Ereignis haben die Angehörigen ein Kreuz errichtet.

 

 

 

 

 

 

 

 

    Gedenkkreuz für luxemburgische Häftlinge

In der Grabstätte waren die luxemburgischen Staatsangehörigen beerdigt, die im Walde erschossen worden sind. Die Toten wurden nach dem Kriege nach Luxemburg überführt.


 

 

 

 

 

 

    Gedenksteine im Hinzerter Wald – Staatswald Beuren

Nördlich von Hinzert, oberhalb der Bundesautobahn, in der Nähe der „Graue Eltz“, steht ein am 1. September 1979 aufgestellter Gedenkstein mit der Aufschrift „Zur Erinnerung an die 21 Todesopfer des Luxemburger Generalstreiks. 31. 08. 1942“.

Dieser Gedenkstein erinnert an den Tag der Massenverhaftungen nach dem Luxemburger Generalstreik.


 

 

 

 

 

 

 

Ebenfalls nördlich von Hinzert befindet sich ein Gedenkstein (aufgestellt 1988) mit der Aufschrift „Den sowjetischen Opfern des SS-Sonderlagers Hinzert. September 1941“.

Im Oktober 1941 wurden etwa 70 russische Kriegsgefangene aus dem Gefangenenlager Baumholder bei einbrechender Dunkelheit in das KZ Hinzert eingeliefert. Es handelte sich bei den Gefangenen um Kommissare der „Roten Armee“. Diese Führungsoffiziere fielen aufgrund eines „Führerbefehls“ unter die Kategorie „Sonderbehandlung“ und wurden durch den Lagerarzt getötet. Anschließend wurden die Leichen in einem Massengrab, das außerhalb des Lagers im Hinzerter Wald vorbereitet war, vergraben.

In Verlängerung des Waldweges, etwa 3 km nördlich vom ehemaligen KZ-Lager, wo sich für die Ermordeten vom 25. Februar 1944 ein Massengrab befand, hat die „Amicale Hinzert“ am 18. September 1971 einen Gedenkstein errichtet. Dieses aus dem Steinbrüchen von Rümelingen/Luxemburg herausgearbeitete Monument wurde am 27. Mai 1972 im Beisein deutscher Behördenvertreter feierlich eingeweiht.

Der Gedenkstein trägt die Aufschrift „Zur Erinnerung an die 23 Todesopfer der Luxemburger Resistenz“.

 

 

 

 

 

 

 

 

        Quelle: Aus dem Hochwald - Wegkreuze und Gedenksteine; Herausgeber: Arbeitskreis Heimatkunde im Bildungswerk Johanneshaus Hermeskeil