Von Pölert nach Prag 2017

  

Eine Ausfahrt nach Prag

882 Gesamtkilometer, 5600 Höhenmeter, verteilt über 7 Etappen, das sind die Leistungsdaten der Radsportfreunde Pölert (Rainer Kropidlowski, Jürgen Wammer, Stefan Köhl, Peter Köhl, Udo Lorscheider, Jörg Lorscheider, Michael Deiters, Jochen Barthen, Steffen Haas), die sich Ende August auf den Weg machten, um, mit dem Fahrrad, der tschechischen Hauptstadt Prag einen Besuch abzustatten.

 

 

Die erste Etappe sollte mit 167 km die längste werden und mit dem Erbeskopf der höchste Punkt der gesamten Reise überwunden werden.   Über Allenbach, Kempfeld und Herrstein wurde der Nahetal-Radweg angesteuert. Auf flachem Terrain wurden Bad Sobernheim, Bad Münster am Stein-Ebernburg und Bad Kreuznach passiert. In Gau-Bickelheim wurde die „Schweinothek“ der Familie. Bornheimer-Schwalbach, bekannt aus der Schlemmerserie „Lecker aufs Land“, besucht. Mit Unterstützung der Fähre bei Nierstein verliesen wir Rheinland-Pfalz um im hessischen Riedstadt die erste Etappe zu beenden.

 

In der 2. Etappe wurde über Darmstadt, Gross-Umstadt und Eisenbach an den Main geradelt. Den dortigen Radweg zu befahren war einer reiner Genuss!  Ortschaften, wie das historische, unterfränkische Miltenberg  und das im südlichen Rand des Spessarts gelegene Bürgstadt, lagen auf der Strecke zum Etappenziele in Wertheim, der größten Stadt de Main-Tauber-Kreises, die nach 122 km erreicht wurde.

Es war eine gute Idee des Streckenplaners, nach einer Querpassage durch Unterfranken, im wunderschönen Würzburg  erneut in den Mainradweg einzusteigen.  Nach 125 km auf der dritten Etappe,  wurde das Hotel in Schweinfurt bezogen.

 

 

Bayreuth, die „Wagnerstadt“ im Regierungsbezirk Oberfranken, war das Ziel der  4. Etappe. Weiterhin dem  Mainradweg folgend, die Städte Bamberg und Forchheim passierend, radelten wir zunächst nach Ebermannstadt, der “heimlichen Hauptstadt der Fränkischen Schweiz“. Die beeindruckende, teilweise Schlucht artige  Landschaft machte es zu einer  absoluten Freude in dieser Region mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Nach zwar anstrengenden aber schönen 155 km war das Tagessoll erfüllt.

 

Die 5. Etappe, die über 115 km, überwiegend durch die Region Oberpfalz führte, beinhaltete die Einfahrt in die Tschechische Republik. Der mondäne Kurort Marienbad war als Etappenziel auserkoren worden. Das weniger mondäne aber idyllisch gelegene Hotel auf einem Hügel am Stadtrand bot Gelegenheit zur Entspannung und Aufnahme von regenerierenden Speisen und Getränken.

Der kürzeste Teilabschnitt (88 km) führte, leider nicht mehr auf komfortablen Radwegen, durch zahlreiche „böhmische Dörfer“, in die mit 168.000 Einwohnern viertgrößte Stadt Tschechiens, Pilsen. Das man dort die Produkte der „Pilsener Brauart“ ausprobierte versteht sich von selbst.

 

Die 6 vorhergegangenen Etappen konnten bei optimalen Wetterbedingungen bestritten werden, was aber für den letzten Abschnitt absolut nicht mehr gegeben war.  Die 107 km von Pilsen nach Prag wurden von Anfang bis Ende im Dauerregen, bei kühlen Temperaturen und reichlich „Begleitverkehr“ absolviert. Alle Teilnehmer waren glücklich und zufrieden unbeschadet in Prag angekommen zu sein.

 

 

Nach Erledigung  der sportlichen Herausforderung war es selbstverständlich, dass ein ausgiebiges Kultur- und Gastronomieprogramm die Reise abrundeten.

Ein harmonisches Team, eine sehr gute Planung und Navigation machten die Tour wiederum zu einem unvergesslichen Erlebnis. Besonders zu danken ist Steffen, der erstmalig als Fahrer des Betreuungsfahrzeuges fungierte sowie maßgeblich an der Planung und Durchführung beteiligt war.