Eine Ausfahrt nach Belgien 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem das Radteam Pölert vor 2 Jahren noch südliche Gefilde, nämlich den Gardasee ansteuerte, war in diesem Jahr wieder ein nördliches Ziel an der Reihe. Bredene, ein bekannter Touristenort, westlich von Ostende, an der Nordseeküste Belgiens gelegen, war als Ziel der Radtour auserkoren worden. Das Team setzte sich zusammen aus den Pölertern Rainer Kropidlowski, der aus beruflichen Gründen nur die ersten beiden Etappen mitfahren konnte, Stefan und Peter Köhl sowie aus Gusenburg Michael Weber und Jochen Barthen, aus Rüdesheim war, wie immer, Jörg Pleines mit dabei. Das Begleitfahrzeug wurde auf dem 1. Abschnitt von Benjamin Köhl und Marc Freiberger gesteuert.

Ziel der 1. Etappe war die Jugendherberge Gerolstein. Der Kylltalradweg, den man bereits von der  letztjährigen Tour nach Köln kannte, erwies sich wiederum als zwar einigermaßen anspruchsvolle aber sehr schöne und abwechslungsreiche Strecke. Lediglich eine Regenschauer zwischen Kyllburg und Gerolstein störten hier den Ablauf.

Zu Beginn der zweiten Etappe wurde weiterhin der Kylltalradweg befahren. Hillesheim, Jünkerath, Stadtkyll wurden passiert um dann am Losheimer Graben, wo ursprünglich der Grenzübergang nach Belgien war, an das Ende dieses Radweges zu gelangen. Im belgischen Bütgenbach erreichten wir den neuen Vennbahn-Radweg, der auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Nord-Luxemburg und Aachen errichtet worden ist. Waren die ersten 70 km dieser Etappe noch ziemlich anstrengend, so konnte die restliche Strecke, bis zum Quartier in Aachen, doch einigermaßen entspannt, auf flachem Terrain,  abgewickelt werden. Mit 137 km hatten wir die längste Etappe dieser Tour hinter uns gebracht.

Nachdem wir am 3. Tag die hügelige Landschaft zwischen Aachen und Maastricht bewältigt hatten, musste die Gangschaltung nur noch selten benutzt werden. Vorbei am Albertkanal wurde am Abend Westerlo, eine kleine Stadt in Flandern, nordöstlich von Brüssel, erreicht, wo wiederum in einer, diesmal sehr lebhaften, Jugendherberge genächtigt wurde.

Vorbei an scheinbar nie endenden Häuserfronten, radelte das Team am nächsten Tag, zwischen Antwerpen und Brüssel, Mechelen und Dendermonde passierend, in die Hauptstadt Ostflanderns, Gent, auch die Blumenstadt genannt. Eine Stadt mit tollem Flair, schöner historischer Architektur und gutem Bier.

Die mit 75 km kürzeste Etappe führte am 5. Tag nach Bredene, wo ein sehr schönes Ferienhaus, in der Nähe der Küste, als Stützpunkt für die weiteren Ausfahrten bezogen wurde.

Jochen, der in der Region sehr ortskundig ist, führte uns an den beiden folgenden Tagen durch die sehr ansprechenden Landschaften und bemerkenswert schönen Dörfer und Städte. Wobei doch einige, dem Tourismus an der Küste geschuldeten, Bausünden, das Gesamtbild trüben.

Brügge, Sluis und Cadzant-Bad, Zeebrrügge und De Haan, lernten wir am ersten Tag kennen.

Am zweiten Tag führte die Etappe, am windstillen Vormittag, in das französische Dünkirchen, um  dann am Nachmittag vom sehr starten Rückenwind zurück nach Bredene geschoben zu werden.

Das sich an die jeweilige Tour anschließende Bad in der angenehm temperierten Nordsee zeigte sich für die Regeneration als besonders geeignet.

Jörg und Jochen erwiesen sich als sehr qualifiziert für die Zubereitung der örtlich reichlich vorhandenen Meeresfrüchte, sodass es dem leiblichen Wohlergehen der Truppe an nichts fehlte.

770 km wurden insgesamt zurückgelegt. Erstaunlicherweise ohne einen einzigen Plattfuß.

Optimales Wetter, ein mehr oder weniger gut trainiertes aber harmonisches Team, durchweg nette und hilfsbereite Menschen und eine gute Organisation waren die Garanten für eine wiederum gelungene Tour!