Graue Eltz


       

 

 

Hunsrücker Wacken

Auf den Höhenzügen des Hunsrücks ist der Quarzit das landschaftsprägende Gestein.

Er stammt aus Sandablagerungen des Erdaltertums, die unter dem Druck später abgelagerter Schichten stark verfestigt wurden.

Eingebettet ist der Quarzit in weicheres Gestein wie Schiefer und Grauwacke, das leichter abzutragen ist.

Wegen seiner hohen Widerstandskraft gegen Verwitterung und Erosion ragen stellenweise die Quarzithärtlinge

als bizarre Felsgebilde aus der Erde hervor. Sie sind durch Wind und Wetter im Verlaufe der Jahrmillionen

zu unseren heutigen Naturdenkmälern präpariert worden.

Quelle:
Juliane Neu und Karl Josef Prüm: Natur live erleben. 11 Rad und Wandertouren zu den schönsten Naturdenkmalen im Kreis Trier-Saarburg. Verlag Sanfter Tourismus Trier. 1996
 
Der Hinkelstein von Beuren

Zugang: Von der B 52 (Trier-Hermeskeil) nimmt man die Ausfahrt Farschweiler.

Nach den ersten Häusern biegt man in einer 180-Grad-Kehre am unteren Ende der Kehre (vor dem Ortsschild)

nach rechts in einen asphaltierten Feldweg ab. Der Weg führt am Waldrand entlang.

Der Asphaltweg biegt nun bald nach links in die Felder ab. Man bleibt aber auf dem nun nicht mehr asphaltierten Weg am Waldrand.

Bald darauf kommt eine Verzweigung halblinks hier geht s zum Stein von Farschweiler.

Nach einigen hundert Metern sieht man links und rechts vom Weg Hügelgräber.

Immer weiter gerade aus sieht man rechts über dem Weg ein gelbes Jagdhaus und kommt nach etwa 1 km zu einer Waldwege-Kreuzung.

Dort gerade aus bis nach etwa einem weiteren Kilometer man nur rechts oder links gehen kann.

Man geht nach links leicht hinunter ins Bickenbachtal und sieht unübersehbar bei der nächsten Waldwegekreuzung

in der Nähe der Quelle des Bickenbachs den gesuchten Stein.

Der Besuch des Steins lässt sich sehr gut mit einem Besuch der Hügelgräber und des Steins von Farschweiler kombinieren.

Erstaunlicherweise stehen die Steine von Thomm, Farschweiler und Beuren exakt in einer Linie.

Quelle: Prof. Dr. Rieder, Konz, 2001

Von der Grauen Eltz bis Elzerath

Eine erdgeschichtliche Exkursion von Josef Ludwig

Am Fuße der Hohen Wurzel steht ein gewaltiger Quarzitfelsen, im Volksmund die Graue Eltz genannt.

Leider ist durch die A1 der Zugang etwas erschwert. Die Gefahr besteht, dass dieses Naturmonument in Vergessenheit gerät.

Hier ist der Ausgangspunkt für eine Reihe von herausragenden Grauwackengruppen. Diese liegen versteckt im Wald und auf freiem Feld.

Unser Hauptinteresse gilt in erster Linie nur den größeren unter ihnen. Nimmt man die Karte zur Hand, so stellt man fest,

dass diese Felspartien in einer Richtung verlaufen: von Südwest nach Nordost.

Wir folgen nun dieser Route, beginnend mit der Grauen Eltz unweit von Hinzert und begeben uns nach Beuren zum Hohen Stein.

Dort liegen die Reste einer einst größeren Steinformation, die im Laufe der Zeit durch Menschenhand dezimiert wurde.

Nur wenige hundert Meter weiter stoßen wir im Ortsteil Prosterath auf grandiose Felsen. Wie Trümmer einer riesigen Steinmauer

stehen sie am oberen und unteren Dorfrand. Auf der ganzen Gemarkung sind noch Findlinge verstreut.

Wir wandern weiter über Neunkirchen und Talling. Leicht findet man den Weg zu den Berger Wacken. Auf einer sanften Anhöhe,

in einem lichten Kieferbestand, betrachten wir nun staunend, wie schon viele Generationen vor uns, das „Millionending“.

Denn dieses Weißquarzgestein ist schon über 200 Millionen Jahre alt. Die Geologen datieren seine Entstehung in die Permzeit.

Der ganze Komplex ist etwa 200 Meter lang, die maximale Höhe beträgt 15 Meter.

Bizarre Formen wechseln mit tiefen Schluchten und mehreren Plateaus. Sogar eine kleine, rauchgeschwärzte Höhle ist da.

Mit Sicherheit kann man sagen, dass hier am Langen Wacken römische Legionäre Rast gemacht haben,

denn die Trasse der Römerstraße Trier-Bingen lag nur knapp hundert Meter entfernt.

Am Berglichter Sportplatz finden wir dann sozusagen eine Miniaturausgabe der Berger Wacken.

Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht. Bei klarem Wetter sieht man deutlich die Burgruine Hunolstein.

Der mächtige, steil vorspringende Felskopf, ebenfalls ein weißgrauer Wacken, war beim Bau der Burg in die Anlage mit einbezogen worden.

Auf dem Weg zum zweiten Dhrontal passieren wir im Distrikt Katzenberg den einsam stehenden Katzenfels.

Eigentlich sieht er aber mehr aus wie ein riesiger Pilz.

Jenseits des Baches, auf der Gemarkung Gräfendhron, stehen auch einige stumme Wächter aus grauer Vorzeit.

Im Nachbardorf Merschbach, links und rechts des Baches, von dem der Ort seinen Namen hat,

ist statt großer Brocken nur noch ein weites Trümmer- und Geröllfeld übrig geblieben.

 

Weiter östlich in dem Weiler und Mühlenstandort Hölzbach finden sich noch mehrere große Steinblöcke.

Von dort ist es nicht mehr weit bis Elzerath, wo die beiden Römerstraßen, einmal die schon erwähnte Hauptroute Trier-Bingen

sowie die über Neumagen kommende große Heerstraße, in eine über 1000 Meilen lange „Via Roma“ mündeten.

Lage des Kulturobjekts (Gauss-Krüger-Koordinaten)

R_gk: 2563874
H_gk: 5507589
Koordinaten beziehen sich auf die exakte Lage des Objekts